Mehr als der kleine Unterschied im Vergleich zu EU-Bio
Verbraucher wollen es ganz genau wissen. Sie fragen: Wie unterscheiden sich
Bio-Waren im Discounter und Produkte mit dem staatlichen Bio-Siegel von
Demeter-Nahrungsmitteln aus der Bio-Dynamischen Wirtschaftsweise? Als
Öko-Pionier seit über 80 Jahren nimmt Demeter selbstbewusst die
Qualitätsführerschaft im Bio-Bereich für sich in Anspruch. Der Vorstand Stephan Illi erklärt: "Das Bio-Siegel setzt das Mindestmaß fürs Öko-Essen.
Demeter-Bauern und -Hersteller leisten erheblich mehr als die EU-Bio-Verordnung
vorschreibt. Das kommt der Qualität der Lebensmittel ebenso zu Gute wie der
Umwelt."
Während Brüssel erlaubt, dass einzelne Betriebsteile eines Bauernhofes auf
Bio-Wirtschaft umgestellt und andere konventionell weiter bewirtschaftet werden,
gibt es bei Demeter ausschließlich die Gesamtbetriebsumstellung. Und zwar nicht
nur, weil Abgrenzung und Kontrolle erschwert werden, sondern aus Überzeugung.
Der gesamte Hof wird als individueller Organismus verstanden. Deshalb hat
Demeter als einziger Öko-Verband für seine landwirtschaftlichen Betriebe die
Tierhaltung obligatorisch vorgeschrieben. Denn Demeter-Bauern halten genau so
viel Kühe, wie es zu ihrem Land passt. Die sorgen mit ihrem Mist exakt für den
wertvollen Dünger, der gebraucht wird, um das Land fruchtbar zu halten. Die
Tiere bekommen das auf dem Hof gewonnene Futter und liefern dafür wertvolle
Lebensmittel.
100 Prozent Bio-Futter sind Pflicht für Demeter-Bauern, mindestens 80 Prozent
der Futterration für die Wiederkäuer und mindestens 50 Prozent des gesamten
Tierfutters muss Demeter-Qualität haben, 50 Prozent muss vom eigenen Hof
stammen. Demeter-Höfe sind also Bauernhöfe mit Menschen, die mit Tieren,
Pflanzen und Boden eine Einheit - den individuellen Hoforganismus - entwickeln
und dabei wechselseitig voneinander profitieren.
Tiere, vor allem die Kühe, spielen eine zentrale Rolle in der betrieblichen
Individualität des Hoforganismus. An Demeter-Kühen ist etwas ganz Besonderes
dran. Und darauf sind Demeter-Bauern stolz, auch wenn es gar nicht ihr Verdienst
ist. Denn die Hörner der Kühe wachsen von ganz allein. Alles, was die
bio-dynamischen Landwirte tun: Sie verzichten auf das schmerzhafte Enthornen,
wie es sonst üblich ist. In der Bio-Dynamischen Wirtschaftsweise werden Tiere
eben nicht nur artgerecht, sondern wesensgemäß gehalten. Kühe mit Hörnern
liefern besonders guten Mist für die Düngung und geben vollwertige Milch. Es
gibt inzwischen Hinweise darauf, dass Demeter-Milch von Hörner tragenden Kühen
selbst von Menschen vertragen wird, die auf herkömmliche Milch allergisch
reagieren.
Bio-dynamische Bauern entwickeln eine spirituelle Form der Landwirtschaft.
Sie haben nicht allein die konkreten materiellen Substanzen, die physischen
Kräfte der Natur, im Blick, sondern auch die gestaltenden Kräfte des Kosmos.
Typisch und deshalb in den Richtlinien entsprechend verankert ist der Einsatz
spezieller Präparate aus Heilkräutern, Mineralien und Kuhdung. Die Landwirte
stellen sie selbst her: Aus Baldrian, Kamille, Eichenrinde, fein zerriebenen
Quarzkristallen, Schafgarbe oder einem Kuhhorn, das - mit Kuhdung gefüllt - im
Frühherbst vergraben wird. Dieses Hornmist-Präparat wird im Frühjahr aus dem
Horn geschabt und in einem bestimmten Verhältnis mit Wasser verrührt,
dynamisiert. So lassen sich die gesammelten kosmischen Kräfte des Präparats
unmittelbar auf das Wasser übertragen. Und das bringen die Bauern als feinen
Sprühregen auf die Nutzflächen aus. Es wirkt dann wie in der Homöopathie
energetisch auf Boden und Pflanzen.
Das Ergebnis ist naturwissenschaftlich erforscht. Durch die
Biologisch-Dynamischen Präparate wird der Boden immer lebendiger und
fruchtbarer. Seine Humusschicht wächst, die Pflanzen reifen harmonischer.
Demeter-Landwirte geben so der Natur mehr zurück, als sie ihr nehmen.
Um Qualität von Anfang an zu sichern, bietet die Züchtung von eigenem Saatgut
optimal angepasste Sorten bei Getreide und Gemüse. Kulturpflanzen als das
Jahrtausende alte Erbe unserer Vorfahren züchten Demeter-Bauern weiter,
gestalten besondere Qualitäten bei Inhaltsstoffen und Geschmack im Dialog mit
der Natur und entwickeln so eigenständige Alternativen zur Saatgutzüchtung aus
dem Labor. Die Richtlinien setzen bei Getreide bereits komplett auf diese
samenfesten Sorten und lassen weder Hybriden noch Sorten aus Zellfusionstechnik
zu.
Und der Genießer kann den Unterschied der so kultivierten Nahrungspflanzen
spüren. Als Nonnen im Kloster Heiligenbronn im Rahmen einer Pilotstudie ihr
Essen auf bio-dynamische Lebensmittel mit hohem Frischeanteil umstellten,
fühlten sie sich so klar, leistungsfähig und fit wie sonst nur beim Fasten - und
es schmeckte ihnen besser als jemals zuvor. Nur stofflich-analytisch lässt sich
dies nicht erklären, auch wenn Demeter-Lebensmittel oft mehr Nährstoffe und
sekundäre Pflanzenstoffe bieten als andere. Aber im Essen wirken eben nicht nur
Stoffe, sondern auch Kräfte. Sie zeigen sich in hoher Vitalqualität und können
erkannt werden mit den Bildschaffenden Methoden oder der Bildekräfte-Forschung.
Im fruchtbaren Boden ist das Wachstum dank der Präparate harmonischer und die
Reifung arttypischer.
Demeter-Hersteller verstehen es, mit Sorgfalt, Konsequenz und Können die
Qualität dieser Rohstoffe zu bewahren und sogar weiter zu entwickeln.
Verbraucher spüren die gute Wirkung auf Körper, Seele und Geist. Handwerkliches
Können und der weitgehende Verzicht auf Zusatzstoffe zahlen sich eben aus. So
können Bio-Kunden bei Demeter-Waren immer sicher sein, dass weder
Nitritpökelsalz noch so genannte natürliche Aromen zugesetzt wurden. Nur
Aromaextrakte sind zugelassen, denn die sorgen für ehrlichen Geschmack.
Demeter-Produkte gibt es nur dort, wo Qualität groß geschrieben wird: In
Hofläden, Naturkostfachgeschäften, Bio-Supermärkten, bei ausgewählten
selbstständigen Lebensmitteleinzelhändlern und vor allem in den
Demeter-Aktiv-Partner-Läden. "Anspruchsvolle Produkte fordern nun mal
Identifikation, Hintergrundwissen, Service und Beratungskompetenz," kommentiert
Agraringeneur Stephan Illi vom Demeter. Der Verband praktiziert die
Kooperation von Erzeugern, Verarbeitern, Händlern und Verbrauchern an "Runden
Tischen", die partnerschaftlich zur Marktgestaltung beitragen und faire Preise
sowie soziale Verbindlichkeit zum Ziel haben.
Kurzfassung
Verbraucher wollen es ganz genau wissen. Sie fragen: Wie unterscheiden sich Bio-Waren im Discounter und Produkte mit dem staatlichen Bio-Siegel von Demeter-Nahrungsmitteln? Als Öko-Pionier seit über 80 Jahren nimmt Demeter selbstbewusst die Qualitätsführerschaft im Bio-Bereich für sich in Anspruch. Stephan Illi erklärt: „Das Bio-Siegel setzt das Mindestmaß fürs Öko-Essen. Demeter-Bauern und –Hersteller leisten mit der Bio-Dynamischen Wirtschaftsweise erheblich mehr als die EU-Bio-Verordnung vorschreibt. Das kommt der Qualität der Lebensmittel ebenso zu Gute wie der Umwelt.“
Wesentliche Pluspunkte sind:
- Gesamtbetriebsumstellung
- Obligatorische Tierhaltung
- 100 Prozent Bio-Futter: Mindestens 80 Prozent der Futterration für die Wiederkäuer und mindestens 50 Prozent des gesamten Tierfutters Demeter-Qualität. Mindestens 50 Prozent des Futters vom eigenen Hof.
- Verzicht auf das schmerzhafte Enthornen der Kühe.
- Einsatz Biologisch-Dynamischer Präparate aus Kräutern, Mineralien und Kuhmist.
- Bio-Dynamische Saatgutzüchtung. Bei Getreide nur samenfeste Sorten zugelassen, weder Hybriden noch Sorten aus Zellfusionstechnik erlaubt.
- Nur wenige, absolut notwendige Zusatzstoffe in der Verarbeitung erlaubt. Verbot von Jodierung, Nitritpökelsalz und so genannten natürlichen Aromen. Ausschließlich Aromaextrakte zugelassen.
















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