Minister Schmidt und Bonde beim Jubiläum der Demeter-Molkerei Schrozberg

Pionierleistungen würdigen, Bio-Neueinsteiger ermutigen

Minister Schmidt und Bonde beim Jubiläum der Demeter-Molkerei Schrozberg

08.09.2014
Bundesminister Christian Schmidt (2.v.l.) und Landesminister Alexander Bonde (3.v.l.) feierten mit Demeter-Vorstand Alexander Gerber (3.v.r.), Reinhold Markert (links), Vorstandsvorsitzender der Molkerei Schrozberg, seinem Stellvertreter Reiner Gansloser (2.v.r.) und Geschäftsführer Friedemann Vogt (rechts)

40 Jahre Demeter in der Molkereigenossenschaft Schrozberg sind ein guter Grund zum Gratulieren. Denn die Leistungen, die hinter dieser Zahl stehen, beeindrucken: 1974 lieferten sechs biodynamische Landwirte 2000 Liter Milch pro Tag. Heute kommen von rund 100 Höfen täglich 60.000 Liter. „Wenn es um Qualität geht, sind die Schrozberger stur. Das hat sich ausgezahlt – die Genossenschaft ist heute die größte deutsche Demeter-Molkerei und bleibt ihrer Pionierrolle dank innovativer Produkt-Einführungen treu“, würdigten die Demeter-Vorstände Klemens Fischer und Alexander Gerber den Partnerbetrieb.

Vom guten Geschmack der Schrozberg-Milchprodukte konnten sich auch die zahlreichen Festgäste in Schrozberg überzeugen. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ließ es sich nicht nehmen, dem Jubilar persönlich zu gratulieren. Er betonte in seinem Grußwort: „Die Molkerei Schrozberg hat vorgemacht, wie man mit konsequenter Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, Tierwohl und Qualität in unserer Zeit auch auf dem Markt erfolgreich sein kann. Die Demeter-Molkerei und ihre Demeter-Bauern wirtschaften nicht nur biodynamisch, sie sind Teil einer ganz und gar dynamischen Bewegung. Die Verbraucherinnen und Verbraucher interessiert heute mehr als je zuvor, woher ihre Lebensmittel stammen und wie sie produziert wurden. Viele Menschen legen Wert auf einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen und sind entsprechend bereit, dafür auch ein wenig mehr Geld auszugeben. Enorme Marktchancen ergeben sich gerade auch aus der Verknüpfung von bio und regional.“

Der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, betonte, dass die Schrozberger Molkerei eine hohe Lebensmittelqualität mit Nachhaltigkeit verbinde und gratulierte zum Jubiläum. Er verwies auf das Potenzial des ökologischen Landbaus: „Der Markt für regionale Lebensmittel, die ökologisch erzeugt werden, wächst weiter und bietet Chancen für landwirtschaftliche Betriebe. Daher ist es wichtig, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, um interessierten Bäuerinnen und Bauern den Umstieg auf Bio zu erleichtern. Wir unterstützen mit unserem Aktionsplan ‚Bio aus Baden-Württemberg‘ den ökologischen Landbau. Höhere Prämien für den Einstieg in den ökologischen Landbau sowie Prämien für dessen Beibehaltung sowie Investitionshilfen bei der Verarbeitung und Vermarktung von Produkten sind nur einige der Maßnahmen zur Förderung des Öko-Sektors in Baden-Württemberg“, so Bonde.

Auch die Demeter-Repräsentanten betonten die wichtige Rolle der politischen Rahmenbedingungen für den Ausbau von Bio. Die Vorstände Fischer und Gerber wiesen darauf hin, dass es in der Demeter-Gemeinschaft gelinge, vom Bauern über Verarbeiter und Handel bis zum Verbraucher Begegnungen auf Augenhöhe zu ermöglichen. Das allein reiche jedoch nicht aus, um biodynamisch weiter voran zu bringen. „Von Politik und Gesellschaft brauchen wir die notwendigen Rahmenbedingungen für fairen Wettbewerb und eine angemessene Honorierung von Umweltleistungen“, so Gerber. Ganz aktuell gehe es um ein beherztes Eintreten für eine konsequente Weiterentwicklung der europäischen Öko-Verordnung und gegen die von der EU-Kommission geplante Totalrevision, die Bio ausbremst anstatt weiterzuentwickeln.

„Gerade das Beispiel Schrozberg zeigt, wie wichtig die politischen Rahmenbedingungen sind: Obwohl die Molkerei stetig wächst und ihren Bauern gute Preise für die Milch bezahlt, sucht sie händeringend nach neuen Demeter-Bauern“, so Gerber. „Der Zusammenklang aus einer konsequent qualitätsorientierten und artgerechten Tierhaltung, einer klaren Positionierung am Markt mit einer Politik, die nachhaltiges Wirtschaften fördert, kann Landwirten hervorragende Zukunftsperspektiven eröffnen“, ist Gerber sicher.

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08.09.2014
Minister Schmidt und Bonde beim Jubiläum der Demeter-Molkerei Schrozberg
Pionierleistungen würdigen, Bio-Neueinsteiger ermutigen

40 Jahre Demeter in der Molkereigenossenschaft Schrozberg sind ein guter Grund zum Gratulieren. Denn die Leistungen, die hinter dieser Zahl stehen, beeindrucken: 1974 lieferten sechs biodynamische Landwirte 2000 Liter Milch pro Tag. Heute kommen von rund 100 Höfen täglich 60.000 Liter. „Wenn es um Qualität geht, sind die Schrozberger stur. Das hat sich ausgezahlt – die Genossenschaft ist heute die größte deutsche Demeter-Molkerei und bleibt ihrer Pionierrolle dank innovativer Produkt-Einführungen treu“, würdigten die Demeter-Vorstände Klemens Fischer und Alexander Gerber den Partnerbetrieb.

Vom guten Geschmack der Schrozberg-Milchprodukte konnten sich auch die zahlreichen Festgäste in Schrozberg überzeugen. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ließ es sich nicht nehmen, dem Jubilar persönlich zu gratulieren. Er betonte in seinem Grußwort: „Die Molkerei Schrozberg hat vorgemacht, wie man mit konsequenter Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, Tierwohl und Qualität in unserer Zeit auch auf dem Markt erfolgreich sein kann. Die Demeter-Molkerei und ihre Demeter-Bauern wirtschaften nicht nur biodynamisch, sie sind Teil einer ganz und gar dynamischen Bewegung. Die Verbraucherinnen und Verbraucher interessiert heute mehr als je zuvor, woher ihre Lebensmittel stammen und wie sie produziert wurden. Viele Menschen legen Wert auf einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen und sind entsprechend bereit, dafür auch ein wenig mehr Geld auszugeben. Enorme Marktchancen ergeben sich gerade auch aus der Verknüpfung von bio und regional.“

Der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, betonte, dass die Schrozberger Molkerei eine hohe Lebensmittelqualität mit Nachhaltigkeit verbinde und gratulierte zum Jubiläum. Er verwies auf das Potenzial des ökologischen Landbaus: „Der Markt für regionale Lebensmittel, die ökologisch erzeugt werden, wächst weiter und bietet Chancen für landwirtschaftliche Betriebe. Daher ist es wichtig, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, um interessierten Bäuerinnen und Bauern den Umstieg auf Bio zu erleichtern. Wir unterstützen mit unserem Aktionsplan ‚Bio aus Baden-Württemberg‘ den ökologischen Landbau. Höhere Prämien für den Einstieg in den ökologischen Landbau sowie Prämien für dessen Beibehaltung sowie Investitionshilfen bei der Verarbeitung und Vermarktung von Produkten sind nur einige der Maßnahmen zur Förderung des Öko-Sektors in Baden-Württemberg“, so Bonde.

Auch die Demeter-Repräsentanten betonten die wichtige Rolle der politischen Rahmenbedingungen für den Ausbau von Bio. Die Vorstände Fischer und Gerber wiesen darauf hin, dass es in der Demeter-Gemeinschaft gelinge, vom Bauern über Verarbeiter und Handel bis zum Verbraucher Begegnungen auf Augenhöhe zu ermöglichen. Das allein reiche jedoch nicht aus, um biodynamisch weiter voran zu bringen. „Von Politik und Gesellschaft brauchen wir die notwendigen Rahmenbedingungen für fairen Wettbewerb und eine angemessene Honorierung von Umweltleistungen“, so Gerber. Ganz aktuell gehe es um ein beherztes Eintreten für eine konsequente Weiterentwicklung der europäischen Öko-Verordnung und gegen die von der EU-Kommission geplante Totalrevision, die Bio ausbremst anstatt weiterzuentwickeln.

„Gerade das Beispiel Schrozberg zeigt, wie wichtig die politischen Rahmenbedingungen sind: Obwohl die Molkerei stetig wächst und ihren Bauern gute Preise für die Milch bezahlt, sucht sie händeringend nach neuen Demeter-Bauern“, so Gerber. „Der Zusammenklang aus einer konsequent qualitätsorientierten und artgerechten Tierhaltung, einer klaren Positionierung am Markt mit einer Politik, die nachhaltiges Wirtschaften fördert, kann Landwirten hervorragende Zukunftsperspektiven eröffnen“, ist Gerber sicher.