MittwochsBlog

Das Dilemma der Landwirtschaft

24.01.2018
Mittwochsblogger lehnt an einen Baum

„…mit dem stets wachsenden Übergewicht der städtischen Bevölkerung, die sie in großen Zentren zusammenhäuft, häuft die kapitalistische Produktion einerseits die geschichtliche Bewegungskraft der Gesellschaft, andrerseits stört sie den Stoffwechsel zwischen Mensch und Erde.“ (MEW 23, 529). Letztlich erklärt sich die Triebkraft – sowohl die des Auseinanderfallens von Landwirtschaft und Gesellschaft, wie auch die problematische Seite der Landwirtschaft selbst aus dieser Beobachtung von Karl Marx. Ich glaube, da können wir noch so viel Greening oder Öko-Aktionspläne haben, solange die Landwirtschaft allein als Unternehmung mit beschränkter Richtung für weltmarktkompatible Produkte verstanden wird, wird sich das Dilemma vertiefen, das letzte Woche 33.000 Demonstranten in Berlin anprangerten. Es braucht nicht neue Businessmodelle oder Prämien für Bauern, sondern einen neuen Gesellschaftsvertrag für eine ökologisch-nachhaltige Ernährung: Schließlich gestalten wir alle als Konsumenten mit, was Landwirte tun. Das bedeutet, Landwirtschaft anders zu denken als die Produktion von Industriegütern oder Dienstleistungen.

Den MittwochsBlog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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24.01.2018
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„…mit dem stets wachsenden Übergewicht der städtischen Bevölkerung, die sie in großen Zentren zusammenhäuft, häuft die kapitalistische Produktion einerseits die geschichtliche Bewegungskraft der Gesellschaft, andrerseits stört sie den Stoffwechsel zwischen Mensch und Erde.“ (MEW 23, 529). Letztlich erklärt sich die Triebkraft – sowohl die des Auseinanderfallens von Landwirtschaft und Gesellschaft, wie auch die problematische Seite der Landwirtschaft selbst aus dieser Beobachtung von Karl Marx. Ich glaube, da können wir noch so viel Greening oder Öko-Aktionspläne haben, solange die Landwirtschaft allein als Unternehmung mit beschränkter Richtung für weltmarktkompatible Produkte verstanden wird, wird sich das Dilemma vertiefen, das letzte Woche 33.000 Demonstranten in Berlin anprangerten. Es braucht nicht neue Businessmodelle oder Prämien für Bauern, sondern einen neuen Gesellschaftsvertrag für eine ökologisch-nachhaltige Ernährung: Schließlich gestalten wir alle als Konsumenten mit, was Landwirte tun. Das bedeutet, Landwirtschaft anders zu denken als die Produktion von Industriegütern oder Dienstleistungen.

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